Oh, No Joke (-habe sogar meine Oxford-Connection aufgewärmt)

aber die wollten einfach nur Trump hören. Wenn die Connection nicht eng familiär wäre, würde ich sie ja kappen.

Wenn aber dennoch ein guter Trump-joke ´rüberkommt, versprochen, werde ich ihn unverzüglich mitteilen.

Versprochen


Verdrängung, so gut es geht- (oh je, schon wieder nen Kommentar ´rübergeholt)

O je, eigentlich wollte ich ja dieses Blog starten, damit ich nicht mehr weiter die Kommentarspalten der Blogs, die ich liebe, weiter zumülle; nein, wenn diese Kommentare, wenn sie, wie so oft, zu lang wurden, tscha, dann wurden sie hierher, wie ich es gerne nannte, „ausgelagert“. Dieses ursprüngliche Ansinnen vergaß ich mit der Zeit. Und kommentierte (woanders) drauf los. Und so schrieb ich, mich selbst immer um so mehr vergessend, nur immer so weiter ´drauf los.

Nun ist aber das Undenkbare passiert. Diese ungehaltenen, wirren, völlig unstrukturierten Kommentare, in anderen Blogs, erfuhren das Schicksal, das ihnen gebührte : Sie wurden ignoriert.

und so fange ich an, mich zu fragen, ob ich sie nicht wieder zurückholen sollte, hier ein Beispiel, my Dears:

meine Geliebten Blogs sind:

https://che2001.blogger.d
https://bersarin.wordpress.com

Dies aber nun mein Abgesang auf meine geliébte Stadt: “

abgesehen davon, dass es kein Geheimnis je gewesen ist, dass v. Beust ne Klüngelwirtschaft betrieben hat (das offene Geheimnis seiner Homosexualität war – typisch hanseatisch – dagegen ein bestgehütetes). Der Schulfreund-Tischlermeister: „Ach, wie´s so läuft, bin jetzt ja wo angestellt; die Aufträge sind ok. Mein Chef kennt ja Ole von Beust“.

Aber ich komme ins Schwafeln. Die Punker hier um die Ecke halten sich ja immer über Interna etwas bedeckt. Wo die ihren Strom herkriegen, für „den Platz“? Jedenfalls weiß jeder, dass Voscherau ein paar Straßen weiter wohnt … Und Ortwin Runde, dem Anschein jedenfalls nach, die Saufnase, selbige lüftete er, oder, wie ich es mit vorstelle, seinen Kater, immer in betreffendem Wald morends um c.a. 6.00 h aus, was dortige Hundebesitzer understatementmäßig berichteten (Runde, passend, mit Dackel, keine männliche Katze.)

Die Jour Fixe i.d. Alsterschwimmhallen (z.Z. Voscheraus) waren auch kein großes Geheimnis (so dass dortselbst manchmal sich welche als zugehörig aufspielten, „Voschrautochter“).

Was einem halt als Lumpenproletariat so unterkommt. Die organisatorischen Schwierigkeiten, als es um die Immobilien auf dem Kiez ging, wurden komischerweise dann in der U-Bahn, dort wo ich damals immer einstieg, von diesem jungen Paar, „ach, wir sind ja recht glücklich mit dem Grundstück (und dem Job)“, recht entspannt, halb belustigt diskutiert – vor ü. 10 Jahren.

Unterdessen bekam ich es mit mafiösen Strukturen / Methoden zu tun, als ich vor ein paar Jahren mal aus dem Clochard – ich wiederhole: aus dem Clochard – rausgeschmissen wurde.

Und das musste ausgerechnet mir passieren, war ich nicht auf dasselbe Gymnasium gegangen wie Ole? Optimal übrigens für Tukur, nach Venedig zu ziehen – wurde ihm wohl ein etwas zu heißes Pflaster, kannte man doch den Wirt vom …

Aber Schluss mit OFF TOPIC. Die Sendung zur Eröffnung der Elbphilharmonie auf ARTE war jedenfalls schon fast obszön. Der oxforder Architekt, der meine Tante geheiratet hatte (die beiden waren gerade dabei, aus Arizona wg. Krankenversicherungsgeschichten wieder ´rüberzumachen zum „Kontinent“), hatte verständlicherweise großes Interesse gezeigt, ja, ich will mal sagen: doch sehr affirmativ. (versteh´einmal jemand die Briten …)

Die ganze „Hafen – City“ ist aber in der Tat architektonisch eine einzige Katastrophe. War dort, als die Elbphilharmonie gerade im Entstehen begriffen war. Zugegeben, der ARTE-Sendung nach zu urteilen, der Sound scheint echt gut zu sein. Darauf ließ aber nichts bei erster Inaugenscheinnahme der Baustelle schließen. Was als „intime Situation“ – mit den Performern – apostrophiert wurde, fühlte sich zunächst wie ein Eingesperrt-Sein wie Sardienen in der sprichwörtlichen Dose an, als man als Besichtiger der Baustelle kurz den Kopf den den Konzertsaal hineinstecken durfte.

Aber was solls. Für Enge habe ich noch nie bezahlt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass in diesem Gebäude wenigstens in den Gängen, dort, wo sich das Publikum in den Pausen aufhält, sich ein Gefühl für Freiheit, doch unerlässlich für einen Kunstgenuss, oder?, einstellt. Alles sehr eng und bedrückend. Bilder, Werbebilder, von Architekten für Investoren erstellt (etwa wie die, welche auch auf ARTE gezeigt wurden), sprechen eine andere Sprache. Mein Eindruck, eindeutig eine Sprache der Lüge. Wenn der Raum beschränkt und engt ist, dann ist er eng und beschränkt. Da kann man mir als Nordlicht nix vormachen.

Wirklich, der Hype, in der Bauphase, schien mir ziemlich peinlich. Dann aber, die Führung ging ebenso durch (Teile) der so ominösen Luxus-Wohnungen … Nun staune aber eins mal: Fenster, zum öffnen? Fehlanzeige ! Echt krank, total eingesperrt, kein Gefühl mal „zum Durchatmen“. Absolut kein erhebendes Gefühl beim Blick auf die Elbe …

Nun, warum wohl kann man da kein Fenster Öffnen? Na? das liegt an der nicht unerheblichen Feinstaubblelastung in der Hafengegend, die jeder, der oder die die umwaldeten Gegenden, wo ich aufwuchs, kennt – und wo Ole ebenfalls herkommt -, unmissverständlich zu spüren bekommt, wenn er oder sie seinen oder ihren Kater, nach einem Kiezbesäufnis, auf den Landungsbrücken auslüften will! Frische Brise am Hafen, auf den Landungsbrücken, i.d. „Hafen-City“ ?

Die Nähe des Hafens sorgt dafür, dass du ersticktst ! -Jedenfalls im Sommer und wenn es nicht frühestens halb eins ist …

Die „Hafen-City“ – eine vollkommene, und – was Ole betrifft – einer gewissen Tragik nicht entbehrende Fehlkonzeption ! Hamburg, die grüne Stadt, ja, es gibt überall viele Bäume, nun in der „Hafen-City“ völlig unbegrünt und ohne jeden Schatten. Dann haben sie überall diese quaderförmigen Wohnsilos hingehauen, große „modernistische“ Komplexe wie das Unilever-Gebäude, mit dem Ergebnis, dass es nirgendwo Schatten gibt, obwohl der restliche Raum nichts als Affekte der Beengung bewirkt. Die Quaderbauten, die auf architektonischen Zeichnungen das Gegenteil ja möglicherweise evozieren, und die an italienischen Stil vielleicht gemahnen sollen, also auf diesen Zeichnungen immer wie in der Sonne daliegend erscheinen (da ist dann immer auch viel mehr Platz), fristen nun ihr trostloses Dasein, da ihre eigentliche Schönheit, die strenge Form, überhaupt nicht mehr zur Geltung kommen kann.

Überhitzt also, jedem Impuls vielleicht „zu flanieren“ beraubt, sucht der entsetzte Hamburger vielleicht ein Restaurant auf. Früher gab es möglw. einen Imbiss. Ungetoastetes Toastbrot plus Würstchen mit Senf. Stattdessen jetzt irgendwie sich „besonders“ ausgebende Karte. Von schlecht gelaunter Bedienung – weil das Geschäft schlecht läuft. Zu hohe Mieten, keine Besucher.

Und da wohnen? Mit Kindern gar? Bitte. Wird denn wirklich jemand annehmen, dass mitten im Feinstaubbelastungssmog irgendjemand eine Einrichtung für Kinder Betreiben wird? (Ja, so ist es mir zu Ohren gekommen: No-Go für Kinder oder Kindergärten, also Kleinfamilien.) Will keiner hin. Kleinunternehmen machen vom ersten Tag an Miese.

Um Luft zu holen, bloß weg aus der Hafengegend; darum bin ich ans andere Ende der Stadt gezogen.

(Ich hatte mal die Idee gehabt, die Geschichte mit der Feinstaubbelastung (wg. Hafen) als Fake-News in die Welt zu setzen. Plausibel hätte ich es ja gefunden. Recherchen machten´s aber nicht spruchfest. Doch dann erfuhr eben das mit der ausgesprochen kinderfeindlichen Wirkung, auch im Zusammenhang mit der Luftqualität dort.)

Pleite total, Fehlkonzeption, Klüngelpolitik, nur peinlich und lebesnfeindlich. Niemand will dort hin. Abgesehen davon, dass Schopenhauer da um die Ecke mal gewohnt hat und von ein paar Erinnerungen, verdränge ich die ganze Gegend aus meinen Vorstellungen so gut es geht.

Oder auch hier:

https://che2001.blogger.de/stories/2624528/#2625179


die einzig wahre Husserl-Schülerin (Vorschlag zur Heidegger-Lektüre)

Die gesamte heideggerische Spätphilosophie ist eine Antwort auf die immanente Kritik seiner Kollegin als Husserl-Schüler an seinem Werk ‚Sein und Zeit‘ von 1937. Ich meine Edith Stein. über 70 Jahre nach deren Tod wäre es doch Zeit, sie überhaupt erst mal zur Kenntnis zu nehmen.


Erinnerungen an den Vater – (Der Dreißigjährige Krieg und die Folgen)

Ein Pazifist bin ich nicht. Aber was bedeutet es heute noch, auf diesen Unterschied hinzuweisen; dass ich mich also nicht als Kriegsdienstverweigerer-Pazifist verstehe, sondern als Antimilitarist?

Ich wurde zum Antimilitarismus erzogen von einem Historiker (mit Examen in betreffendem Fach), der sich auf den Dreißigjährigen Krieg spezialisiert hatte. Sechzigerjahre; Arbeit im hamburger Hafen; nebenbei doch Studium; irgendwie Examen. Dann aber erzählte er dem verständnislos lauschenden Kinde, was ihn seit seiner Schulzeit angetrieben hatte und zuletzt zum Geschichtsstudium motivierte. Diese eine Frage, die Büchner stellt: „Was ist das, was in uns hurt, lügt, stiehlt und mordet?“ Ich vermute, eine gezielt gesetzte Information, denn „erzogen“ wurde ich eigentlich nicht, meistens nahm ich meinen Vater wie von fern wahr.

Dass er seine Studien zum Dreißigjährigen Krieg benutzte, um sich um die Auseinandersetzung mit dem Holocaust zu drücken, das glaube ich nicht. Ich entdeckte umfangreiches Material zu den Bauernkriegen (Liedtexte der rebellierenden Bauern usw.), als ich nach seinem Tode die Unterlagen durchsah. Er liebte Des Christoffel von Grimmelshausen abenteuerlichen Simplizissimus oder das Lob Der Torheit von Erasmus. Nein, dem kindlichen Gemüt würden jene Schilderungen von KZ-Massenmorden nicht fasslich sein, so wird er, wie ich vermute, gedacht haben.

Immer wieder fuhr er nach Auschwitz mit seinen Schulklassen. Und das waren noch jene gefühlsbetonten Siebzigerjahre, als jene Schülerin es sich nicht nehmen ließ, auf den Stufen unter dem Schild „Arbeit macht frei“ nach dem Auschwitz-Besuch einfach nur schluchzend sitzen zu bleiben. Und, ja, richtig geraten: Das war jene Zeit, als engagierte Gymnasial-Leher es noch als eine Selbstverständlichkeit ansahen, dass sie von ihren Schülern lernen würden; – nicht nur die langweilige Geschichte in entgegengesetzter Richtung.

Aber ich habe keinen Beweis dafür, dass es der Holocaust gewesen ist, weshalb er sich dem Studium der o.g. büchnerschen Frage gewidmet hat.

Mein Vater erzählte mir immer, woran ich mich noch sehr gut erinnern kann, aus der Situation erfundene „Gute-Nacht“-Geschichten, die immer – wenn er nicht irgendwelche Fabeltiere erfand – vom „bösen“ Ritter-Rülps-von-…Stein handelten. Für die drei Punkte setzte er immer Namen von Schülern ein, deren Väter irgendwelche Industrie-Bonzen waren, die er unterrichtete; und die er, so es irgend ging, so schlecht wie möglich benotete.  All das wurde mir erst später klar, als ich den Grimmelshausen selber  gelesen hatte.

Er führte mir kleinem Kind mit mittelalterlicher Drastik vor Augen, wie wohl die „einfachen Leute“ die marodierende, mordende und nichts als Verwüstung schaffende Soldateska des Dreißigjährigen Krieges wahrgenommen haben würden. Aber jedesmal erhoben sie sich, begannen zu rebellieren. Und jedesmal gewannen sie! – Und Ritter-Rülps-von …Stein saß alleine in seiner Burg, nur kaltes, nasses und schimmliges Gestein, rohes Fleisch und ein kaum wärmendes Feuer, vielleicht ein paar noch erbärmlicherere Gestalten um sich herumlungernd … Raubritter Rülps-von …Stein war einfach der geborene Verlierer.

Einmal hatte ich jedoch Mitleid mit „Ritter-Rülps-von …Stein“. „Papi, erzahl´ doch mal die Geschichte, wenn Ritter-Rülps-von …Stein gewinnt!“ – wobei aus mir der kindliche Sinn für Gerechtigkeit sprach. Nun legte er sich aber ins Zeug! – Um das Leid und das Elend, die Frustration und das Verloren-Sein der einstmals so stolz rebellierenden Untertanen zu schildern ! Gute Nacht, ziggev!

Ich habe es erst später verstanden. Mein Vater hat versucht, mir einen Antimilitarismus aus der historischen Erfahrung des Dreißigjährigen Krieges von 1618-1648 einzuimpfen. Und es hat funktioniert. Jenem Moment der Entscheidung – auch geschichtlich – nachzuspüren, wenn dem „einfachen Mann“ eine Waffe in die Hand gedrückt werden soll mit dem Auftrag, den Sohn des Schusters aus dem Nachbarort zu erschießen, und wenn es einfach nur heißt: Nein!

Irak-Krieg, Krim-Okkupation. Es wurde Völkerrecht, Kriegsvölkerrecht gebrochen. Beide Lehren aus dem Dreißigjährigen Krieg.

Es mag etwas „old school“ klingen. Aber für mich gilt ein anarchistischer Antimilitarismus der Leute, deren  Vorfahren  einfach ein paar mal zu oft Waffen in die Hände gedrückt wurden, mit dem Auftrag, den Schusters-Sohn aus dem Nachbarort zu erschießen oder für die-und-die Idee oder den-und-den König/Führer zu sterben, obwohl sie es ja besser wussten.

Ich nehme also den Dreißigjährigen Krieg nicht nur dafür in Anspruch, dass es tunlichst zu vermeiden wäre, das Völkerrecht zu brechen, oder, indem man das tut, einen solchen in arabischen Ländern anzufachen. Sondern ich glaube fest daran, dass es auch eine Lehre für „den einfachen Mann“ aus der Zeit zwischen 1618 und 1648 gibt.


Oh, syrische Melancholie !!

mein job als Hilfslehrer, um Afghanen, Syriern die deutsche Sprache beizubringen, ist jetzt vorerst vorbei, und wie sehr vermisse ich schon jetzt meine Schüler. Da war Zhara, die noch nie eine Schule von innen gesehen hatte, und welche jetzt aber mit ihrem Zeugnis, ohne kaum zu begreifen, was sie da in Händen hielt, fortschritt, um ihre Kinder von der Schule abzuhohlen.


Islam belongs to Deutschland – ABC-Schützen aus Syrien und Afghanistan: Deutschland, Schule …?

Nein, ich würde nicht wittgensteins Logische Untersuchungen einem Praxistest unterziehen (obwohl der Frontalunterricht der Kursleiterin mit Zeigestock, Bilderkarten und „Nimm bitte den Hund!“ – nimmt – „Ich nehme den Hund.“ wittgensteins Gedankenexperimenten in den PhU nicht unähnlich ist) und, ja, der Behaviorismus ist mir trotz meiner Vorliebe für den (reduktionistischen, falsch) eliminativen  Materialismus etwas zu sehr in die Tage gekommen, wittgensteinische Ohrenziehrei kommt sowieso nicht infrage, die Neuigkeit seit einigen Wochen bei mir ist aber:

Ich bin jetzt seit einigen Wochen Hospitant/Helfer bei einem Deutsch-als-Zweitsprache/Alphabetisierungs-Kurs für Geflüchtete aus Afghanistan und Syrien.

Und heute hatten wir die Lautfolge bzw. Laut-Buchstaben-Zuordnung S-C-H dran:

SCH Deutschland Schule Moschee

Also „Sch„. Alle einmal nachsprechen … „sch!“ Wir hatten ja bereits einige Wörter mit „sch“ bei der Artikelzuordnungs-Konjugations- und Aussagesatz/Fragesatz-Übung, bei welchen Übungen die oben schon erwähnten Bilderkarten benutzt werden:

Die Tasche (nicht Koffer), der Schrank, der Kühlschrank, das Geschenk (Sonderfall von ‚das Paket‘), auch wussten alle, wie ich heute lernte, was ein Schuh ist (für die Erklärung, worin der Unterschied zum Stiefel besteht, nahm sich die pensionierte Grundschullehrerin, die übrigens ziemlich auf die Tube drückt, ca. 6 sec. Zeit), alle wissen ebenfalls, jedenfalls nach einigem Versuchen oder nach Vorsagen, bei welchem Bild sie „Schwimmen“ sagen müssen. Aber auch (Bild hochhalten): „Das ist die Kirche (… nebenbei: das ist keine Moschee), also: die Kirche.“

Lernepisode „Sch“ war also durch; und ein kleines Palaver entstand, bei dem teilweise unsicher bereits mehr oder weniger bekannte Wörter mit „sch“ ausprobiert wurden.Von unserem syrischen Musterschüler aus Aleppo, Frau und Kind noch dort, drei Jahre Schule, syrischer Führerschein, seit Februar in Deutschland, will hier bleiben (Aleppo? – „in Aleppo ist alles kaputt“) wurde das kurze Durcheinander mit der bestimmten und etwas lauter gesprochenen Erklärung beendet:

„Deutschland, Schule, Moschee – das ist alles das Gleiche!“

„… das gleiche ‚Sch'“ ist vielleicht im Getöse untergegangen. Ich sehe aber für den Burschen, der motiviert ist, Deutsch wirklich vom Klein-klein an zu lernen, gute Chancen.

 


Mutterwitz bei der Arztwahl („sooo schlecht organisiert!“)

Wir unterhielten uns am Telefon über die üblichen Kandidaten bei der Wahl eines Orthopäden, der sich um mein schmerzendes Knie kümmern sollte, x, „Knochenbrecher“, wie er genannt werde und mir zugetragen wurde, den ich aber seines kalt-akademisch-konservativen Habitus wegen immer gern aufsuchte, und der einen immer mit einer Körpergröße von 1,90 m von oben herab wie ein lästigen Insekt anzugucken pflegt, was einen schönen Gegensatz zu seinen gelangweilten sexy Praxisgehilfinnen ergibt, y, sehr gute Praxis ohne Wartezeiten und selber ausgeführte Handchirurgie (Spezialist), doch dann schließlich z !

„Nee! Da gehe ich nicht mehr hin, die sind sooo schlecht organisiert! Stell Dir vor, ich nannte auf Nachfrage meine Krankenkasse (privat), doch dann hieß es gleich, ‚ach so, dann werden Sie vorgezogen‘, und ich bekam einen früheren Termin als die Patientin (AOK), die vor mir drangewesen war und die sich noch in der Nähe aufhielt. Also, sooo schlecht organisiert !! Den Termin habe ich dann auch nicht mehr wahrgenommen.“

„Und, wie war das dann genau?“ – Sie hat wohl etwas der Art wie „Aber hier geht es wohl nicht mit rechten Dingen zu“ gesagt und dann fluchtartig die Praxis verlassen, wie gesagt, den Termin nicht wahrgenommen, und, ja, sie bedaure es, keine deutlicheren Worte gefunden zu haben. Was soll man auch sagen, wenn der Arzt eine derartig „schlecht organisierte“ Praxis betreibt ?