FrecheBubenEssenAspirinDesGesandtenCes – GehDuAltesEkelHolFische

… heute letzte Musik-Nachhilfestunde. Jetzt hilft nur noch beten. Wenn er das Abi schafft, habe ich sicherlich neue Schüler. War aber eine tolle Zeit. So kam ich tatsächlich wieder mal dazu, ein Bisserl Schumann und Schubert zu analysieren. Eine echte Bereicherung – abgesehen von der echt netten Familie, die mich bewirtete – und bezahlte!!


Harmonielehre #1 – unvollständiger S-Quintsextakkord -Edit

In dem kleinen Heftchen – das zur Einarbeitung für den Gitarristen sehr zu empfehlen ist – “Leonhard Beck – Harmonielehre auf der Gitarre” wird der dort diesen Namen tragende Akkord (unvollständiger S-Quintsextakkord) folgenderweise erklärt. ‘Bei verdoppeltem Grundton die Sexte an Stelle der Quint. Stufentheoretisch ist das der Sextakkord der Stufe II mit verdoppelter Terz (II6)’. Beispiel C-Dur (c, e ,g, c); F6 (S6) (f, f, a, d), usf., Dominante, Tonika.

Kurz noch zu Erklärung: Mit dem – vollständigen – ‘Subdominantquintsextakkord’ ist offenbar der Akkord mit hinzugefügter Sexte gemeint, S 5/6 (der zuvor behandelt wird, und also Quint & Sext enthält).

Nun habe ich in Schumanns “Träumerei” (aus den Kinderszenen, Op. 15), Takt 23 folgende Progression: Nach der Fermate in T. 22 mit G-Dur (! – das Stück ist, abgesehen von den vielen Zwischendominanten, eindeutig in F) und Riterdando, F-Dur (2te Umkehrung), kommt auf Zählzeit 4 (erstes Achtel – danach D-Dur, G-moll: g, Bb, d, g, Bb) der Akkord, über den ich gerne Auskunft hätte.

Link: Kinderszenen

Hier wird nun nicht die Terz des ‘Sextakkord[s] der Stufe II mit verdoppelter Terz’ – also doppelt: Bb – gespielt sondern es wird das g verdoppelt. Struktur bei Schumann: Bb, g, d, g. Was hält mich eigentlich davon ab, diesen Akkord als G-moll anzusehen? Ich will nur sicher gehen. Für mich hört sich das doch ziemlich nach einem Sextakkord an. Zumal zuvor G-Dur erklang und danach ganz eindeutig G-moll kommt.

Also: Kann man den Akkord als ‘S6′ bezeichen ?

PS.: Für mich ist das eindeutig ein Sext-Akkord. Aber ich berate gerade jemanden, der sich in sowas prüfen lassen muss in 1 oder zwei Wochen und vor ein paar Tagen gerade den Quintenzirkel gelernt hat – das ist ein Crashkurs.

ed. hier google juice. hab eben noch mal hineingehört, jetzt hör´ich es auch, das Moll, ziemlich eindeutig. Der Sext-Charakter bleibt für mich aber ebeso eindeutig. Wahrscheinlich habe ich mir diesen Klang vom Jazz kommend als eigene Klangfarbe zu hören angewöhnt, wie ich ja auch in der Musik der Spätromatik und des Impressionismus eher Jazz-Klänge wiederentdeckte als umgekehrt.


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