klack-klack-klack: Tastatur, neu
Veröffentlicht: April 14, 2012 Einsortiert unter: Uncategorized | Tags: Boby-Mind, Computer, Lettern Schreibe einen Kommentar »geil!, ne neue Tastatur! Oder besser: eine alte. Das ist wie früher, nicht wie mit diesen blöden flachen Laptoptastaturen (nicht davon zu sprechen, was bei diesen Dingern die Maus vertritt, sowieso schon motorisch ein Unding …) oder modischen Keyboards, welche an den PC anzustöpseln sind, nein, eine blöde, stinknormale Tastatur in diesem banalen Grau, bei dem die Tasten hochstehen und welche einem das Gefühl vermittelt, haptisch da wirklich etwas zwischen den Fingern zu haben, jetzt kann ich glatt “Keyboard Jingle” ausschalten, es klackert wieder so richtig schön, und ich erwarte, adss nicht, wie beim letzen, die Tasten gleich wieder anfangen zu klemmen; hinzu kommt die besondere Schwierigkeit einer schwarzen Tastatur, ich schreibe zumeist im Dunklen; weil ich befürchte, dass diese Energiesparlampen mir die Augen verderben, denn im Dunklen zu lesen z.B. ist nicht etwa schädlich für die Augen, nur ermüdend, aber dauerhafte Überanstrengung schadet dann eben doch – und Energiesparlampen liefern nun mal nichts weiter als beleuchtete Dunkelheit, als gäbe es keinen Unterschied zw. hell und dunkel, alle 100 W-Birnen im Land scheinen bis zur letzten ausgebrannt, sind erloschen und werden niemals wieder Licht in das Dunkel meiner verborgenen Existenz bringen …
also nicht so eine kleine, schwarze, vermeintlich schicke, noble Tastatur (deren Tasten klemmen), sondern eine im denkbar möglichst nichtssagendem Grau, wie aus dem Bill-Gates-Zeitalter.
ich erwarte übrigens auch, dass die Beschriftung auf den Tasten n, m, [,] sich nicht wieder so schnell abnutzen wird, wie bei meiner letzten, jene Tastaturbelegungen, bei denen ich jedesmal nachschauen muss, wo genau und unter welchem Finger jetzt welche Taste sich befindet, die sich schon immer bei mir jener “sensomotorischen Synchronisation” (wieder einmal, genaugenommen, nicht ganz richtig gebraucht) widersetzt haben, jener Verschmelzung von Körper und Geist, von der wir glauben, dass Konzertpianisten, also professionelle Musiker, sie nicht nur vorführen, sondern sie auch als solche für sich in dieser Weise wahrnehmen, jenem Ineins von Mentalem und “ausführendem Organ”, und die natürlich zuerst zu klemmen anfingen, Komma, N oder M, welches ist es nur, das erneut sich hier widerspenstig zeigt? Gramesgebeugt versuche ich im Schein des leuchtetenden Monitors (kein Flachbilddingsda – Spiele-Freaks lehnen die übrigens ab, da das Leuchten des bisher gängigen Monitors eine Art 3-D Wirkung hat) zu erkennen: N, M, Komma, Punkt, so ist die Reihenfolge, und rückwärts Doppelpunkt, Semikolon usw., wie gut ist´s nun, zu sehen!
auch erkenne ich, welche Tippfehler (es fällt mir schwer, es einzusehen, aber ich schreibe inzwischen selbst “Tip” i.S. von Empfehlung mit Doppel-P, benutze die Doppel-P-Schreibung aber in diesem Kontext ganz ohne schlechtes Gewissen) sich bei mir gewissermaßen ‘natürlich’ ergeben, was sich mit der Hoffnung verbindet, sie mögen eines Tages mit ihrer trotzig-verzweifelten Existenz ihren Frieden geschlossen haben und einfach verschwinden, – mit ihrer trotzig-verzweifelten Daseinsweise: schau her, so bin ich, einfach falsch, eben deplaziert, und doch bin ich, selbst ich – wenn es auch eine verfehlte Existenz ist – auch ich existiere!
einige meiner Tippfehler haben allerdings ihre eigene, besondere Existenzberechtigung, denn sie können sich auf ein – technologisch gesprochen – uraltes, ja, auf ein Erbe, eine Herkunft berufen, auf eine wahre, dem materiellen Universum zugehörede Geschichte, denn ich gewöhnte sie mir an, als ich noch eine echte Schreibmaschine benutzte, bei der irgendwann einige Lettern verlangsamt reagierten, sodass bis heute bei mir bestimmte Permutationen auftauchen, besonders jedoch die DOppel-GRoßbuchstaben-SChreibung am Anfang eines Wortes und die Auswirkunge neine rverlangsamte nLeertaste.
sie genießen eine Sonderstellung, nehmen eine höheren Rang ein, sie repräsentieren nicht bloß das läppische und lächerliche verfehlte Existieren, und jetzt mit der neuen Tastatur und Gewöhnung an jenes – allen Unkenrufen zum Trotz – ja, in der Tat sich zur Verwirklichung als Option habendes und nicht nur gedachtes Ineinssein von ‘Body’ und ‘Mind’ sehe ich bereits die Zeit kommen, zu der ich ihnen nahctrauern werde.
Das kommt davon: in kürzester Zeit sowie Kurz- als auch Weitsichtigkeit; – edit: Bildschirmarbeit und Billigenergiespar-lampen!
Veröffentlicht: März 12, 2012 Einsortiert unter: Uncategorized | Tags: Biographisches, Body-Mind, Computer, Lcihtquellen, Lesen, Mode, Sparleuchten, The Kugelmass Episode, Woody Allen, Zeitungen Schreibe einen Kommentar »Welch eine Befreiung war es doch gewesen, sich einmal wieder einen ausgedruckten Artikel von www.nzz.ch (zwei Seiten pro A4-Blatt) durchzulesen, und von dem ich mir einigermaßen Lesegenuss versprach, wie angenehm klein die Schrift, und die Augen auf “Fernsichtigkeit” zu stellen, einmal tief durchatmen, die Espresso-Maschine macht puffende-zischende Geräusche, und, “trilll-tütüt”, hatte da nicht an jenem Frühsommermorgen ein Vogel gezwitschert? Nicht, dass ich weitsichtig war, nein, das nicht. Natürlich konnte ich auch große Buchstaben lesen, die mich jedoch, etwa in Sartres “Entwürfe zu einer Moralphilosophie”, geradezu anzuspringen schienen, von denen ich mich sogleich wie umstellt fühlte, und die Zwischenräume, diese unendlichen Zwischenräume! (BTW., typisch Sartre, am Ende von “Das Sein und das Nichts” klärt er mich auf, darüber, dass ich das Buch sowieso umsonst gelesen hatte, was mich interessiert hatte, werde ganz woanders behandelt, in Cahiers pour une morale, und als dann die deutsche Übersetzung bei Rowohlt endlich zehn Jahre später erschien, hätte ich am Ende doch lieber, dazu noch dieses dicke stumpfe Papier!, ne Dünndruckausgabe (dtv, z.B. Aristophanes, Thykidides, wie zuletzt auf dem Flohmarkt erstanden) gehabt. Bei “Der Idiot der Familie”, da hat einer selbst sich gerade erst solch ein Mammut-Leseprojekt (ergab sich so) vorgenommen, und dann steht gleich auf der ersten Seite, die wichtigen, grundlegenden Begriffe würden woanders erläutert, ebenso bei “Ist der Existentialismus ein Humanismus”, wenn ich mich recht entsinne, ist beides schon etwas her.)
Immer wieder kam mir Woody Allens “The Kugelmass Episode” in den Sinn, an deren Ende derselbe sich in eine alte spanische Grammatik hineinkatapultiert wiederfindet (es ist eine Fehlfunktion jener Zauber-Box, mithilfe derer die Kunden eines Magiers sich in einen Roman eigener Wahl, genauer, in die Handlung, versetzen lassen konnten, bei Kugelmass ist es “Madame Bovery” gewesen), und wo dann die Schlussworte stehen: “running for his life over a barren, rocky terrain as the word tener (“to have”) – a large and hairy irregular verb – raced after him on its spindly legs.”
Es ist also nicht zu empfehlen, zu lange und über eine zu lange Zeit am Computer zu arbeiten, wenn der Bildschirm die einzige Lichtquelle im Raum (in der Nacht) ist. Ist es dieses “virtuelle feeling”, durch das ich denke, eigentlich sähe ich gar nichts wirklich am Bildschirm? Für mich ist es eine Erschwerung, am Bildschirm zu lesen, denn der leuchtet, sodass ich, während die Buchstaben vor meinen Augen anfangen herumzutanzen, mir das, was cyberspaceartig sich mir durchaus als dreidimensional darstellt, immerzu als zweidimensional, wie auf einen Blatt Papier, erst mühsam vorstellen muss, damit ich mich nicht bei jedem Wort, das ja schließlich mit einem kurzen Blick erfasst werden will, neu entscheiden muss: – ist es nun ein relativ großer Schriftgrad, nur das Wort irgendwo weit da hinten, oder ein kleiner Schriftgrad, während das Wort sich direkt vor meiner Nase befindet – auf welchen Abstand ich meinen Fokus einstellen muss? Die Wörter springen, als würde sich das vorgestellte Blatt Papier dauernd extrem wellen, nach vorne, wieder zurück. Jedenfalls tendierte ich immer mehr dazu, in all jene ehemals so geliebten Bleiwüsten hineinzuzoomen, die Folge von zu vielem Lesen am Bildschirm, wie ich vermute, und jetzt habe ich den Salat: ich bin weitsichtig und kurzsichtig. Und brauche eine Brille. Welch ein Vergnügen war es doch gewesen, im Supermarkt das Kleingedruckte auf der Verpackung zu lesen! Jetzt geht nicht mal mehr das! Sehe ich ja ein, ich weiß es ja, ab 40 nimmt die Sehkraft signifikant ab, alle außer mir in meiner Familie laufen mit Brillen herum (schließlich habe ich doch ein ‘gutes Auge’, immer gehabt, Brille hin oder her), aber innerhalb von eineinhalb Jahren überhaupt kein Fokus mehr, weder nah noch fern?
Ich glaube daran, dass es möglich ist, die Augen zu trainieren (wenn ich doch nicht immerzu zum Einkaufen mein Vergrößerungsglas vergessen würde!); daran, dass ich mir in eineinhalb Jahren richtiges Sehen, das mehr oder weniger zu einer Art Glotzen oder Stieren geworden ist, einfach abgewöhnt habe. Ist das denn möglich, in solch kurzer Frist das Vertrauen in diesen Sinn gänzlich zu verlieren, mit der einzigen Konsequenz, sich einen Termin beim Optiker zu holen?
Doch ich habe Hoffnung, ich werde mir ein paar Halogenlämpchen holen, für die Schreibtischlampe, oder ich werde den Schreibtisch aufräumen, damit die Designer-Lampe mit draufpasst (mein nobler Arzt hat dieselbe), außerdem ist jetzt wieder mehr Licht draußen, …. ja, ich bin zuversichtlich, schließlich habe ich einen Balkon, echtes Sonnenlicht, das bietet mir nicht die beste Leuchte von Budnikowsky, überhaupt sind ja diese Energiesparleuchten eine absolute Zumutung, die ich ebenfalls für meine nachlassende Sehkraft verantwortlich mache, es fehlen einfach bestimmte Spektren, man sieht und sieht zugleich nicht, da gucke ich lieber gar nicht erst hin, die Sparlampe befindet sich in irgendeiner Ecke, umterm Tischchen, dem Sessel, sodass eh nur schummerige Umrisse zu erkennen sind, aber sonst, wenn die Deckenlampe an ist, ist alles ist gelb, braun, ocker, was weiß ich, ich starre und starre ins Leere, ganz ähnlich, wie wenn man in einer Vollmondnacht bei bewölktem Himmel und nahezu vollständiger Dunkelheit angestrengt irgendwelche Strukturen auszumachen sucht, vollkommen chancenlos, etwa, um im Wald den Weg zu finden. (Kein Witz, als ich mal öfter in dieser Situation war, mit dem Klapprad unterwegs durchs Naturschutzgebiet, orientierte ich mich nach Gerüchen: ah, hier ist die laubige Senke, dort riecht es wieder mehr nach vermoderndem Holz, jetzt links, und so fort.) Diese enervierende “Dunkelheit ist aber noch etwas anderes. Es ist schon ein wenig hell mit diesen Lämpchen, aber mir ist, als starrte ich in ein “schwarzes Gelb” usw., was sehr ermüdend ist, während ich eigentlich mehr das Gefühl habe, meine Netzhaut würde mit irgendwelchen fiesen Antilichtteilchen bombardiert. (Aber vielleicht liegt es bei solchen ungesunden Lichtverhältnissen auch an dem größeren Fernsehgerät, ich hatte mir zuerst ja extra, gebraucht, ein kleines Gerät gekauft, für 40 € beim, wie mir schien, libanesischen Händler in der Bremer Reihe nahe dem Schauspielhaus, um raubtiermäßig meine Intelligenz zu schärfen und nicht irgendwann mit sonnem idiotischen Silberblick dazustehen.) Frühling, Licht, und dann kaufe ich mir bestimmt mal ne Zeitung aus Papier (nicht vergessen: im Restpostenladen Druckerpapier kaufen!), und werde, ganz bestimmt, bebrillt oder nicht, dieses Jahr wieder Sehen Lernen (auf dem Balkon). In jedem anständigen Haushalt gibt es immer mindestens eine 100-Watt-Birne auf Vorrat. Oder einen von diesen Leuchtkörpern mit Sonnenlichtspektrum, oder wie das jetzt heißt, irre teuer und nicht mal richtig hell. Soll ich jetzt Osram verklagen? Das ist Körperversetzung! PS. Allerdings war dann “Sonia Rykiel … vor der Show “, gestern auf Arte um 10 vor 4 h, dann doch der Hammer !!
Fraktint: 3
Veröffentlicht: Dezember 31, 2011 Einsortiert unter: Uncategorized | Tags: Computer, Fraktale, Fraktint Schreibe einen Kommentar »Fraktint, das Programm, mit dem ich vor Jahren rumspielte (und das, wenn ich nicht irre, richtig Fractint hieß).
Fraktint: 2
Veröffentlicht: Dezember 17, 2011 Einsortiert unter: Uncategorized | Tags: Computer, Fraktale, Fraktint Schreibe einen Kommentar »Fraktint, das Programm mit dem ich vor Jahren rumspielte.
Fraktint: 1
Veröffentlicht: Dezember 3, 2011 Einsortiert unter: Uncategorized | Tags: Computer, Fraktale, Fraktint, retro, Stile Schreibe einen Kommentar »Fraktint, das Programm mit dem ich vor Jahren rumspielte. Werde einige Beispiele hier posten.
Flughäfen, Trinksitten, Hannah Arendts Bewusstseinsstrom und Guru Steve Jobs
Veröffentlicht: November 29, 2011 Einsortiert unter: Uncategorized | Tags: Apple, Computer, Hannah Arendt, Höflichkeit, Meditation, Moral, Reisen, Selbstbewusstsein, Stile, Zeitzeugen Schreibe einen Kommentar »Verreist bin ich ja nie, auch nie geflogen. Und diese last-minute-flyghts haben bei mit immer diesen Abscheureflex ausgelöst: mit was für Leuten würde ich denn da fliegen, und wohin? Wahrscheinlich bin ich durch Klassenfahrten und Sportreisen mit der Minibubi-Fußballmannschaft bis heute angeekelt von solchen Massenunternehmungen. Ich weiß auch nicht, woher das kommt, aber irgendwie habe ich ein Anstandsgefühl, das mich vor jeder Grobschlächtigkeit und aggressiver Distanzlosigkeit, vor Grobheiten überhaupt zurückschrecken lässt, und wenn es dann kein Entkommen gibt, finde ich immer solche ungehobelten Grenzübertritte verletzend – auch wenn ich selber gar nicht betroffen bin. Obwohl ich nie erzogen worden bin, kenne ich das Fremdschämen für aggressive Kommunikationsstile, zu lautes Sprechen, Kraftausdrücke an falscher Stelle und Aggression induzierendes Urständ feierndes Banausentum schon seit meiner Kindheit. Vielleicht liegt es daran, dass Kinder einfach immer die Schwächeren sind, also verletzlich, und aus dem sich daraus ergebenden Schutzbedürfnis ein besonderes, feines Sensorium für Störungen in sozialem Kontext gewissermaßen von Haus aus mitbringen. Nun habe ich zwar subtile, zynische verbale Aggressionsformen im Elternhaus mitbekommen, aber nie, dass sich explizit Schimpfworte oder Flüche, Kraftausdrücke an die Köpfe geworfen wurden oder dass sich wirklich einmal angeschrien wurde. Vielleicht hat dieser Umstand dafür gesorgt, dass mir mein kindliches Stilbewusstsein bis heute – jedenfalls in gewissen Grenzen – erhalten geblieben ist: Es einfach vermeiden, allzu rücksichtslos und taktlos miteinander umzugehen. Auf diese Weise bin ich ein, in den allermeisten Fällen, sehr friedliebender und -fertiger Mensch geworden. Soviel zu meiner Theorie der Höflichkeit.
So habe ich es nie einzusehen vermocht, dass bei jedem Bier, Prost!, angestoßen werden müsse, dass unvermeidlich jedes Mal und unaufhörlich – je besoffener, um so lautstärker – sich gemein gemacht werden müsse; mir ist durchaus unklar, wessen sich, wenn gerade hierdurch die Situation immer mehr entgleitet, vergewissert werden soll. Für mich hat das was masochistisches.
… Nee so geht das nicht. Habe alles versucht, laut, leise lesen, zu unterschiedlichen Tageszeiten, nach einigen Tagen erneutes Lesen; habe versucht mir den Rest des Textes schönzutrinken, nüzt alles nichts, der Rest des Textes ist einfach nicht lesbar.





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