FrecheBubenEssenAspirinDesGesandtenCes – GehDuAltesEkelHolFische

… heute letzte Musik-Nachhilfestunde. Jetzt hilft nur noch beten. Wenn er das Abi schafft, habe ich sicherlich neue Schüler. War aber eine tolle Zeit. So kam ich tatsächlich wieder mal dazu, ein Bisserl Schumann und Schubert zu analysieren. Eine echte Bereicherung – abgesehen von der echt netten Familie, die mich bewirtete – und bezahlte!!


google: “Hegemann Proust” -Edit

edit: Jetzt habe ich mich natürlich bei google auf die erste Seite gemogelt. per “Proust Hegemann” Aisthesis immer noch auf Seite eins der Suchergebnisse.

Soziale Netzwerke, Blogs, überhaupt das sog. Web 2.0 – das ist doch eine einfach nervige Angelegenheit, dachte ich. Die erste Zeit, nachdem ich einen modernen PC geschenkt bekommen hatte, war ein Graus. Plötzlich funktionierte Internet. Das bedeutete aber auch, dass ich mich mit allerlei technischen Problemen auseinandersetzen musste. Ich googelte und landete in Foren, wo ich mit Glück Antworten bekam auf die vielen Fragen, die sich nun stellten. Aber das war der reine Horror! Stunden- tagelang Forenbeiträge überfliegen, auf der Suche nach hilfreichen Tips, Texte im übelsten Kauderwelsch, bis hin zur schlechthinnigen Unverständlichkeit, ganz abgesehen von der Rechtschreibung. Gibt es ein Wort, dass sich aus den Buchstaben ‘d’, ‘a’, und ‘s’ zusammensetzt ? Oder sind das zwei Wörter ? Es wuchs die Gier nach gut lesbaren Texten. Wer jemals jemanden in der U-Bahn sitzen gesehen hat, mit entgleitenden Gesichtszügen und Tränen in den Augen, die Süddeutsche in der Hand, das “Streiflicht” lesend – ich schon. Überhaupt diese jungen Leute, die sich vernetzten – zu dem einzigen Zweck, die deutsche Sprache zu verunstalten – , die nie ne papierne Zeitung in Händen gehalten hatten, für die galt doch “the medium is the message”, anders waren sie doch gar nicht erklärbar, diese inhaltsleere “Globalisierungskritik”, diese Massenhappenings, um sich einmal irgendwie revolutionär zu fühlen, Castor-Blockaden, G20-Proteste, dass die sich auf einmal, absolut wirkungslos, massenhaft so furchtbar wichtig nahmen. Es ist ja das Privileg der Jugend, daran, wie wichtig sie sei, glauben zu dürfen, selbst wenn es dabei etwas übertrieben wird, Web 2.0 unterstützte jetzt diesen jugendlichen Wichtigkeitswahn, eine wahnhafte Scheinwelt …

Lass sie nur machen, dachte ich mir. Es gibt ja immerhin noch den perlentaucher, wo zwar manchmal auch Videos auftauchten, aber was soll´s. Nichts war schöner, als einen gutgeschriebenen Text in der FAZ, der SZ oder der NZZ zu finden, den ausgedruckt langsam zu lesen, in der Küche sitzend Espresso zu trinken – oder im Sommer auf dem Balkon – , nachdem ich in der Morgendämmerung dem ersten Vogelgezwitscher gelauscht hatte und mit der Gitarre in der Hand ein bisschen auf der alterierten Skala herumgeklimpert hatte, Überschneidungen mit der Blues-Tonleiter ausprobierend. – Aber irgendwann stimmte etwas nicht mehr. Die Texte der sich nun so nennenden “Qualitätsmedien” wurden immer schlechter, oder, anders gesagt, gute Texte wurden immer seltener. Zwecklos,  sich tatsächlich eine dem materiellen Universum zugehörende Zeitung, gedruckt auf Papier, zu kaufen – obwohl mich manchmal, genauer: einmal, ein seltsames Wohlgefühl überkam, als ich die FAZ eines Tages in der Hand hielt, ein wenig riechend, etwas feucht noch von der Druckerschwärze, so dass in diesem Wohlgefühl eine kleine Euphorie aufstieg, ganz sicher – aber meist war der Zeitungskauf mit einem nicht abzuleugnenden Gefühl der Enttäuschung verbunden.

Inzwischen hatte ich mit einer Übersetzung zu tun gehabt. Die Situation hatte sich verschärft. Sollte ich mich etwa mit der Ungestalt des gestern Geschriebenen gleich nach dem Kaffee, unverzüglich nachdem ich “Desafinado” heruntergeklimpert hatte, auseinandersetzen, mich diesem Horror ausliefern? Ich weiß nicht mehr, was ich damals las, aber man konnte mich zu der Zeit morgens ein Buch lesend auf dem Balkon beobachten.

Danach war Ebbe. Ich konnte nicht mehr. Aus dem Übersetzer-Forum hatten sich die guten Leute weitgehend verabschiedet, stilistische Fragen wurden nicht mehr erörtert. Wenn ich mich nicht irre, las ich Karl Kerényis “Die Mythen der Griechen”, was es, ich muss es eingestehen, auch nicht brachte. Mir war alles egal. Sollten die doch im Internet machen, was die wollen. Die Zweitlektüre von Proust schob ich immer noch weiter hinaus. Alle anderen regten sich über diese Hegemann-Sache auf. Aber das war endlich mal wieder etwas! Gute Schreiberlinge legten sich mächtig ins Zeug. Das war der Tag, an dem ich bei Google “Hegemann Proust Proust Hegemann” eingab.

Nach Kräften versuche ich ja, das google-Gedächtnis zu umschiffen, aber so sieht das Ergebnis bei mir heute immernoch aus, im Blog-Roll jetzt auch, Kritik und Kunst.; und Link von AISTHESIS


wusste ich doch, da war mal was mit Darwin Ch. Darwin, Notizheft M, 26. August 1838

“Ich kann nicht umhin zu denken, daß Pferde eine weite Aussicht bewundern. Die eigentliche Überlegenheit des Menschen hängt vielleicht zusammen mit der Anzahl der Quellen von Lust und den Arten des angeborenen Wohlgefallens, an denen er teilhat. Das Gefallen an musikalischen Klängen teilt er mit den Vögeln, am Geheul mit dén Affen, am Geruch mit vielen Tieren. Sieh, wie der Hund den Geruch eines Rebhuns mag. Des Menschen Wohlgefallen am Duft der Blumen geht zurück auf Vorfahren, die Früchtefresser waren. Ursprung der Farben?

…”


Skandal: Eselinnen und Eseln Illusion nicht gegönnt!

Meyers Konversationslexikon von 1909:

Maultier und Maulesel, Bastarde von Pferd und Esel. (…) Da Pferd und Esel sich niemals freiwillig kreuzen, so bedarf es zu Züchtung der Bastarde besonderer Kunstgriffe. Gewöhnlich verbindet man der Pferdestute, die durch einen Eselhengst beschlagen werden soll, die Augen, führt ihr auch wohl zuvor einen schönen Pferdehengst vor und vertauscht diesen dann mit dem Esel. Mit dem Pferdehengst verfährt man ebenso.”

Ich persönlich habe Esel immer für die wahren Ästheten gehalten.

Aber seltsam, je älter ich werde, desto mehr gefallen mir Pferde. Ich spüre den Impuls, mich der Bewunderung für diese prächtigen Tiere hinzugeben, heiße ihn willkommen, gebe ihm nach, denn, ja, ein paar Jahre lang begegnete ich, zwar nicht oft, aber doch regelmäßig Pferden.

Der Bewunderung für diese Tiere war jedoch ein Erschrecken vorausgegangen. Wenn der Weg abbog und sie (… ab hier gelöscht)


Kommentar, Bersarin: Jugendliches Irresein bei Goethe, Musil, Kleist und anderen -edit

hier der Link zu Bersarin und der dortigen Diskussion:

Subjektivierungsweisen und Liebesdiskurse. Kommunikation und Reflexion des Selbst – Kleists Briefe

edit: sehr interessante und lehrreiche Diskussion drüben; es lässt sich nur fragen, was jetzt mein Drauflosbramarbasieren soll, wenn mir schon in anderen Blogs philosophische Zusammenhänge und anderes auf dem Tablett (nein, kein Tablett-PC) serviert wird.

ich weiß jetzt nicht, liegt es an dem Umstand, dass Büchner, Kleist Schullektüre und Auslöser waren (ein Bekannter von mir sagte einmal, er habe sich die Letzten Schuljahre ausschließlich mit Tod, Mord und Verzweiflung auseinandergesetzt, “Was ist das, was in uns lügt, hurt, stiehlt und mordet?”), oder war es adoleszente Verwirrung, die sich plötzlich gespiegelt sah, jugendliches Irresein, das auch noch mit Dantons Tod, Woyzeck angefeuert wurde.

Aber mir fiel es in der Jugend schwer, literarische Texte zu interpretieren, es war mir schlicht unmöglich, vielleicht war das nicht nur alters- sondern bei mir noch einmal besonders entwicklungsbdingt. Z.B. die Stelle in Sartres Ekel, die ich mit 14/15 las, als der Held auf einer Bank sitzend die Wurzeln von Kastanien betrachtet und ihn der “Ekel” überkommt. Es wird hier beschrieben, wie es ist, so kam es mr vor. Hat denn niemand Sartre verstanden? Wie kann man daraus nur solch eine große Sache machen? Was soll mir das? Fragte ich mich. Oder der Schluss von Günter Anders´ Sansibar oder der letzte Grund. Gregor (hieß er, glaube ich) geht an einem grauen Tag in Skandinavien an Land. Und? Endlich mal keine Fiktion, es wird gezeigt, wie es ist! Was gab es da zu interpretieren?

Der Klassiker der Coming Off Age-Literatur, Der Fänger im Roggen – ein billiger Abklatsch, eine Frechheit. Sollen das doch andere Spießer lesen. Kleist soll sich wegen einer “Kantkrise” umgebracht haben – auch noch zusammen mit seiner Geliebten? Bloß, weil sich ihm erkenntnistheoretische Fragen stellten. Dafür hatte ich lediglich Verachtung übrig. Dass nichts je ganz präsent ist, dass sich manchmal alle Dinge von einem zu wenden, nur noch als Hüllen zu existieren scheinen, das ist doch eine Grunderfahrung, kein Grund, sich umzubringen, wie können manche Schriftsteller darüber so ignorant hinwegschreiben? Philosophen, professionelle ewige Jugendliche, machen noch ein Geschäft daraus. Wer braucht den Kant, um an sich selbst, die typische pubertäre Verwirrung, irre zu werden. Obwohl mich die Sprache begeisterte, ich las bestimmte Stellen – wo das antike Griechenland ins Spiel kam – in Manns Der Tod in Venedig 10-fach. Es musste hier doch eine Erkenntnis zu holen sein, aber Fehlanzeige. Die Mannsche Ironie, vermute ich. Nie explizit sagen, was gemeint ist. Ebenso im Zauberberg. Ja, es gab ein paar schöne Stellen mit Clawdia, die Sache mit dem Bleistift. Was soll aber dieses Versteckspiel. Dabei konnte Mann es ja. Der Castorp.

Die Schopenhauer-Episode in den Buddenbrooks. Die Leser langweilen als Stilmittel – o.k. Im Doktor Faustus zum Prinzip erhoben (ich meine, den Serenus Zeitblom erzählen zu lassen) funktioniert das dann wieder. Noch so einer, Goethe in Dichtung und Wahrheit, der an einigen Stellen einfach nicht auf den Punkt kommt. “Syntaktisches Zeremoniell” (SZ) triffts ganz gut; übrigens in einem Artikel, in dem es um Goethes “Jugendkrise” ging, die wunderbar in seinen Briefen aus jener Zeit nachvollzogen werden könne (aber eben nicht in Dichtung und Wahrheit!). Zu Mann: ich musste erst den Dr. Fausutus lesen, um zu verstehen: er will uns langweilen. (Zum Glück enthält er ja ein paar Stellen zur Musikgeschichte, deretwegen, weil ich mal einen entsprechenden Abschnitt im Radio gehört hatte, ich das Buch dann lesen musste.) Ich war also vorbereitet, als dann die Buddenbrooks drankamen. Mein Eindruck: Ein recht gelungenes, frisches Jugendwerk.

“Sehen Sie eine Verbindung zw. Hölderlin und Büchner?” (Btw., schön und einprägsam, Dantons Tod, 5. Szene, Lacroix – der von seinem Besuch bei den Jakobinern berichtet – : ‘Und Collot schrie wie besessen, man müsse die Masken abreißen. – Danton: ‘Da werden die Gesichter mitgehen.’) – “Nein.” (wollen die mich aufs Glatteis führen, soll ich mich jetzt um Kopf und Kragen labern?) – “Wirklich nicht, entdecken Sie denn keine Parallelen?” – “Nein.” (bereits mit einem verächtlichen Zug im Mundwinkel.) – “Und wenn Sie den geschichtlichen Hintergrund ins Auge fassen, sehen Sie denn wirklich keine Verbindungen?” – “Naja, haben in etwa in derselben Zeit gelebt.” (Zeit verstreicht, noch irgendwas mit den Jakobinern.) – “?” – “Der eine verfasste den Hessischen Landboten, und der andere verliebte sich, zog sich in einen Turm zurück und onanierte.” (die Zeit wurde knapp, gleich war die mündliche Abiturprüfung vorbei. Ich fasste mir ein Herz. Sprach von Träumen. Die hennergefärbte Geschichtslehrerin, bekannt dafür, die “Nähe” zu jungen Schülern zu suchen, fing an, manisch mitzuschreiben; meine (Selbst-)Verachtung erreichte ihren Höhepunkt; reichte das jetzt? Diese Arschlöcher hatten mein Leben bereits kaputt gemacht, was soll die Komödie? Jetzt noch mein spärliches angelesene Wissen anbringen? Dazu kam es nicht mehr mehr.)

Dann gibt es natürlich noch die Stelle in Musils Verwirrungen des Zöglings Törleß. Hab irgendwann – insbesondere auch wegen der Kant-Episode – den Törleß noch einmal gelesen und fand dann doch, Musil hat nicht gemogelt. Ich will ja nicht soweit gehen, dass Kant was für Leute ist, die “sich selbst zum Fragezeichen” geworden sind (ich weiß jetzt nicht, wo ich das her habe) und darüber nicht hinaus. Allerdings ist in meinen Augen etwas dran an Lichtenbergs Bemerkung, er glaube, dass diejenigen, die “ein sehr abstraktes und dunkel abgefaßtes System” verstanden hätten, ob der Freude darüber geglaubt haben, es sei bereits demonstriert. – Denn das Sich-selbst-zum-Fragezeichen-Sein lässt sich auch nicht ewig durchhalten.

Wie erfrischend dagegen Kierkegaard, der kommt wenigstens zu Ergebnissen, hm, naja …

Langer Rede kurzer Sinn: Hängt nicht vielleicht der Riß, “der mitten durch es” (das bürgerliche Subjekt) hindurchgeht, mit der modernen Erfindung der Jugend zusammen?


erfreulich: Momo wieder in Höchstform

hier und hier

jetzt nun hier mal ein Video

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wo wundervoll der Unterschied zw. Rock n Roll als weißer Angelegenheit und 15 Jahre vorher zu hören (und zu sehen!!) ist, finde ich. Es wurde dann doch eine ziemlich steife Angelegenheit oder später eine weiße angestrengt-aggressive Sache daraus, Rolling Stones usf., unsportlich wirkende Versuche, schüttelnd irgendwie “den Körper zu befreien”, – oder wenn ich an das immer noch verrenckte, gewissermaßen “allegorische”, irgendwie “mystische” Herumbewege aus Hippie-Zeiten denke.

Aber hier sind fast alle entspannt, grooven heftigst mit, auch nix mit dem Klischee vom “traurigen” Blues, es handelt sich offenbar um eine “House-Band”, jedenfalls geht John Lee Hooker spielend von der Bühne, während die Band weiterspielt, der Text “Ain´t Nobody Home”, könnte auch – oder ist es wahrscheinlich – improvisiert sein, simpler geht´s nicht, die Band, die einfach nur Rock spielt (lass uns nicht über Klassifikationen streiten, ich nenns “Klassischer Rock”), all das sehe ich mehr als Ausdruck von Lebensfreude. Nein, es it die pure! Alles kein big deal. Keine Ego-Monster auf der Bühne oder im Publikum. Es hatte sich eine Versammlung gebildet, ne Blues Band spielte, die wusste, was sie spielt, das reichte, die Freundin ist nicht zuhause und ruft nicht an, was soll´s, die Leute tanzen, einfach mal so, aus Spaß. Gibt es ein besseres – ein schöneres! – “grundlos froh” ?

Vielleicht delektiere ich mich auch hier bloß an einem immernoch südstaaten-mäßigen Idyll. Aber es ist wenigstens nicht das Bild – wie in den Filmen aus den Fünfzigerjahren für die weißen Teenager – mit den verklemmten Eltern, welche am Schluss, wenn – auch das noch! – Bill Haley aufspielt, heimlich anfangen mit den Füßen mitzuwippen: Happy End! *grusel*

Naja, Rock ist es vielleicht nicht, die spielen ja mit ner ziemlich jazzigen oder bluesigen Phrasierung. Aber mal aufdrehen! Laut hören !!


Harmonielehre #1 – unvollständiger S-Quintsextakkord -Edit

In dem kleinen Heftchen – das zur Einarbeitung für den Gitarristen sehr zu empfehlen ist – “Leonhard Beck – Harmonielehre auf der Gitarre” wird der dort diesen Namen tragende Akkord (unvollständiger S-Quintsextakkord) folgenderweise erklärt. ‘Bei verdoppeltem Grundton die Sexte an Stelle der Quint. Stufentheoretisch ist das der Sextakkord der Stufe II mit verdoppelter Terz (II6)’. Beispiel C-Dur (c, e ,g, c); F6 (S6) (f, f, a, d), usf., Dominante, Tonika.

Kurz noch zu Erklärung: Mit dem – vollständigen – ‘Subdominantquintsextakkord’ ist offenbar der Akkord mit hinzugefügter Sexte gemeint, S 5/6 (der zuvor behandelt wird, und also Quint & Sext enthält).

Nun habe ich in Schumanns “Träumerei” (aus den Kinderszenen, Op. 15), Takt 23 folgende Progression: Nach der Fermate in T. 22 mit G-Dur (! – das Stück ist, abgesehen von den vielen Zwischendominanten, eindeutig in F) und Riterdando, F-Dur (2te Umkehrung), kommt auf Zählzeit 4 (erstes Achtel – danach D-Dur, G-moll: g, Bb, d, g, Bb) der Akkord, über den ich gerne Auskunft hätte.

Link: Kinderszenen

Hier wird nun nicht die Terz des ‘Sextakkord[s] der Stufe II mit verdoppelter Terz’ – also doppelt: Bb – gespielt sondern es wird das g verdoppelt. Struktur bei Schumann: Bb, g, d, g. Was hält mich eigentlich davon ab, diesen Akkord als G-moll anzusehen? Ich will nur sicher gehen. Für mich hört sich das doch ziemlich nach einem Sextakkord an. Zumal zuvor G-Dur erklang und danach ganz eindeutig G-moll kommt.

Also: Kann man den Akkord als ‘S6′ bezeichen ?

PS.: Für mich ist das eindeutig ein Sext-Akkord. Aber ich berate gerade jemanden, der sich in sowas prüfen lassen muss in 1 oder zwei Wochen und vor ein paar Tagen gerade den Quintenzirkel gelernt hat – das ist ein Crashkurs.

ed. hier google juice. hab eben noch mal hineingehört, jetzt hör´ich es auch, das Moll, ziemlich eindeutig. Der Sext-Charakter bleibt für mich aber ebeso eindeutig. Wahrscheinlich habe ich mir diesen Klang vom Jazz kommend als eigene Klangfarbe zu hören angewöhnt, wie ich ja auch in der Musik der Spätromatik und des Impressionismus eher Jazz-Klänge wiederentdeckte als umgekehrt.


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